In 4 Schritten das Auto fit für den Frühling machen

Der Winter ist endlich vorbei – was gibt es jetzt zu tun?

Erfahren Sie jetzt Schritt für Schritt, wie Sie mit Ihrem Auto unbeschwert in den Frühling starten oder es optimal auf den Verkauf nach der kalten Jahreszeit vorbereiten. Der Winter hat an den Autos seine Spuren hinterlassen. Ein Frühjahrsputz für das vom Winter geplagte Auto ist nun zwingend notwendig, denn mangelnde Pflege kann im schlimmsten Fall zu teuren Reparaturen führen und sogar Ihre Sicherheit gefährden.

1. Sommerreifen aufziehen

So mancher Autofahrer ist sich unsicher, wie lange die Winterreifen genutzt werden sollten. Dabei hilft die „von O bis O“-Regel: demnach werden Winterreifen im Normalfall von Oktober bis Ostern benutzt. Daneben spielt das Wetter eine wichtige Rolle. Wenn kontinuierlich Plusgrade herrschen, sollten Sie Ihre Sommerreifen nutzen, da sich Winterreifen bei wärmeren Temperaturen sehr schnell abnutzen. Aber auch vor bzw. beim Reifenwechsel gibt es so manches zu beachten:

  • Kontrollieren Sie vor dem Reifenwechsel die Profiltiefe Ihrer Sommerreifen. Beträgt das Profil drei Millimeter oder weniger sollten Sie sich neue Sommerreifen anschaffen. Zur Kontrolle können Sie sich einen Profiltiefenmesser an (fast) jeder Tankstelle besorgen oder den Rand einer 1€ Münze in Kombination mit einem Maßband nutzen. Sollten Ihre Reifen nicht mehr die nötigen Standards erfüllen, so finden Sie z.B. bei den Onlinehändlern Reifen.de*,  Tirendo* und Reifendirekt.de* eine große Auswahl an hochwertigen Reifen und Felgen zu günstigen Preisen. 
  • Während dem Reifentausch hat man freie Sicht auf Stoßdämpfer, Federn und Bremsen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit, ob offensichtliche Schäden erkennbar sind. Da dies für Laien nicht immer einfach erkennbar ist, empfiehlt es sich auch hier in regelmäßigen Abständen den Rat eines Fachmanns aufzusuchen.
  • Sind die Sommerreifen aufgezogen, sollten Sie unbedingt deren Luftdruck kontrollieren und an die Vorgaben des Herstellers anpassen. Diese finden Sie meistens auf der Innenseite Ihres Tankdeckels.

2. Weg mit dem Winterspeck

 Zuallererst sollten Sie im Innenraum des Fahrzeugs aufräumen. Decken, Handschuhe und Textilien im Allgemeinen speichern Feuchtigkeit, die sich während des Winters im Auto angesammelt hat. Um das Auto nach dem Winter von Feuchtigkeit zu befreien, hilft es alle Textilien aus dem Auto zu nehmen. Ganzjahresdecken sollten zu diesem Zweck zumindest vorübergehend aus dem Auto genommen und gegebenenfalls separat getrocknet werden.
Auch Schneeketten und Dachboxen sollten bei dieser Gelegenheit entfernt werden, da jeder unnötige Ballast Treibstoff kostet und somit die Umwelt verschmutzt.

3.  Zeit für Frühjahrsputz

Bereiten Sie sich vor dem Gang zur Waschanlage vor und nehmen Sie die nötigen Putzartikel wie Reinigungsmittel für Textil/Leder und Glas*, Mikrofasertuch und Staubwedel mit. Wichtig für die Reinigung ist auch ein Staubsauger* mit hoher Saugkraft. Sollten Sie keinen besitzen, können Sie auch den Staubsauger an der Waschanlage nutzen. 

Innenraum

  • Entfernen Sie zu Beginn alle Fußmatten. Beseitigen Sie dann den groben Dreck auf den Fußmatten durch abklopfen und absaugen. Saugen Sie anschließend vor allem den Boden unter den Fußmatten und die Polster ab, um losen Schmutz zu entfernen. Widmen Sie sich anschließend Schubladen, Stauräumen und Bedienelementen.
  • Wischen Sie mit einem Mikrofasertuch* und einem geeigneten Reinigungsmittel glatte Oberflächen wie Armaturen und Bedienelemente ab. Entstauben Sie die Lüftungsschlitze Ihres Autos mit einem Pinsel.
  • Reinigen Sie mit Mikrofasertuch und Glasreiniger* die Innenseiten der Autofenster. Achten Sie darauf die Scheiben in kreisenden Bewegungen komplett trocken zu wischen um Schlieren auf dem Glas zu verhindern. Achten Sie zusätzlich darauf keinen Glasreiniger in die Windschutzscheibenbelüftung zu spritzen, um unangenehme Gerüche bei der Fahrt zu vermeiden.
  • Bei Stoffsitzen empfiehlt es sich die Polster mit einem zur Oberfläche passenden Polsterreiniger* zu behandeln. Lassen Sie den Polsterreiniger gut einwirken. Danach schrubben Sie den Überschuss mit einem Mikrofasertuch* ab.
  • Behandeln Sie Reifen und Dichtungen mit Gummipflegemittel*. Der Gummi wird tief schwarz leuchten und wie neu aussehen.
  • Wenn Sie Chrombestandteile an oder im Auto haben, sollten Sie diese mit einem Chrompflegemittel* behandeln.

Außenwäsche

  • Bevor Sie Ihr Auto in die Waschanlage fahren, entfernen Sie die Antenne Ihres Autos um Beschädigungen durch die Bürsten zu vermeiden. Desweiteren sollten sie darauf achten, dass vor der Einfahrt in die Waschstraße der grobe Dreck mit einem Hochdruckreiniger entfernt wird. 
  • Tragen Sie bei Bedarf außerdem Reinigungsmittel für die Felgen* und bei einem Cabrio für das Verdeck und lassen beides jeweils ausreichend einwirken. Spritzen Sie auch hier den  gelösten Schmutz ab und achten Sie darauf die Radkästen ordentlich durchzuspülen.
  • Wählen Sie anschließend ein Programm mit Unterbodenwäsche, um auch Salzreste zu entfernen. Möchten Sie Ihr Auto anschließend selbst auf Hochglanz polieren, wählen Sie ein Programm ohne Versiegelung. Wenn Sie wiederum den Lack in den kommenden Monaten optimal vor Staub schützen wollen, empfiehlt sich eine Lackversiegelung. Sollten Sie ein Cabrio besitzen, informieren Sie sich bei der Waschstraße nach einem geeigneten Pflegeprogramm. 
  • Für die manuelle Hochglanzpolitur polieren Sie mit einem Baumwoll- oder Mikrofasertuch sanft in kreisenden Bewegungen den Lack ihres Autos. Das Verdeck Ihres Cabrios können Sie zusätzlich mit Verdeck-Reiniger* zum Strahlen bringen.

4. Spurensuche nach dem Winter 

Nach der Fahrzeugwäsche ist der beste Zeitpunkt um nach sichtbaren Beschädigungen Ausschau zu halten:

  • Untersuchen Sie zunächst den Lack auf Beschädigungen. Kleine Beschädigungen wie leichte Kratzer oder kleinere Steinschläge sollten Sie behandeln, ansonsten können hässliche Rostpickel die Folge sein. Sofern Sie einen passenden Lackstift und die nötigen Fertigkeiten besitzen, können Sie das selbst durchführen; im Zweifel ist es aber immer besser eine Werkstatt aufsuchen.
  • Überprüfen Sie dann die Windschutzscheibe. Auch kleinere Macken sollte man dabei nicht ignorieren, da sich daraus Risse entwickeln können. Für einen Steinschlag sollten Sie unbedingt einen Fachmann konsultieren.
  • Prüfen Sie, ob die Scheibenwischer noch einsatzfähig sind. Falls Falls die Gummieinsätze Risse aufweisen, sollten Sie diese austauschen (lassen).

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